Eine Zwergmaus bei der Nahrungssuche
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Ein Besuch im Zoo Salzburg Hellbrunn

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Sobald in einer Stadt, in die ich reise, ein Zoo vorhanden ist, muss ich ihn mir ansehen. Vielleicht ist dies eine Art Berufskrankheit als Zoologin 😉 Also nichts wie hinein in den Salzburger Zoo!

Die Anreise

Der Zoo Salzburg Hellbrunn liegt kurz vor den Toren von Salzburg in Anif. Mit dem Auto ist er leicht über die Tauernautobahn/A 10 zu erreichen. Mit der Buslinie 25 (ab Salzburg Hauptbahnhof) lässt er sich auch bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Obwohl der Zoo außerhalb der Kernzone liegt, brauchten wir kein zusätzliches Ticket kaufen. Das einzig störende für mich war, dass es bei der Bushaltestelle (und auch in näherer Umgebung) keinen Fußgängerüberweg gab. Es hieß also warten, bis eine Lücke zwischen den vorbeifahrenden Autos groß genug war, um gefahrlos die Straße zu überqueren. Für die Autofahrer gibt es einen großen, kostenfreien Parkplatz direkt vor den beiden Eingängen zum Zoo. Nur von Ende November bis Weihnachten ist eine Parkgebühr fällig. Auch für Busse gibt es Stellflächen.

Der Zoo

Die ca. 14 ha große Anlage schmiegt sich an Felswände, die Dohlen und Gänsegeiern als Brutgebiet dienen. Vor allem die lautstark keckernden Dohlen waren bei unserem Besuch in ihrem Element. Für mich als mittlerweile Stadtmensch war es schön die Krähenvögel einmal in einer natürlicheren Umgebung als Rauchfängen und Nisthilfen zu beobachten. Die Gänsegeier jedoch haben sich (zumindest vor mir) sehr gut versteckt. Aber es gab ja noch 139 andere Arten, die wir uns ansehen konnten. Manche von ihnen waren jedoch noch in ihren Winterquartien, und kehren erst in den kommenden Wochen wieder in den Zoo zurück.

Die Zootiere im Zoo Salzburg

In den vier Themenbereichen Eurasien, Südamerika, Afrika und Asien tummeln sich Nashörner, Gibbonaffen, Jaguare, Meerschweinchen und vieles mehr. Es gibt auch unter anderem ein Tropenhaus (schön warm!) und ein Maushaus. Große und kleine Vogelfreunde können die begehbare Vogelvoliere besuchen und ganz nah dabei sein bei Fütterungen. Im Afrikadorf sind unter anderem Stachelschwein und Burenziege unterwegs. Vier meiner Lieblinge des Zoos Salzburg möchte ich dir hier vorstellen:

Die Präriehunde

Präriehund
Ein wachsamer Präriehund beäugt uns argwöhnisch. (C) M.Gastegger

Die aufmerksamen Präriehunde unweit des Haupteinganges zogen sogleich alle Blicke auf sich. Emsig waren einige auf der Futtersuche, während ein paar andere ihrer Beobachtungspflicht nachgingen und die Umgebung nach potenziellen Feinden absuchten. Ein schriller Pfiff, wenn ihnen etwas komisch vor kam, und schon versteckte sich die Meute in ihren Gängen.

Flamingo-Beach


Besonders angetan hatten es mir die Flamingos. Manche waren, im wahrsten Sinne des Wortes, putzmunter. Emsig reinigten sie ihr Gefieder oder schliefen auch. Dies alles auf einem Bein. Eine beachtliche Leistung. Man stelle sich mal uns Menschen vor, schlafend auf einem Bein..das geht wohl nicht lange gut 😉

Alpakahaus

Solltest du einmal keine Verwendung mehr für Nadelbäume (z.B. ausgediente Weihnachtsbäume) haben, so frage doch bei einem Zoo oder Tiergarten in deiner Nähe nach, ob sie ihn nehmen würden. Die Elefanten im Berliner Zoo freuen sich zumindest Jahr um Jahr darüber. Natürlich sollte sich kein Lametta oder ähnliches mehr daran befindet, da das den Tieren schadet. Auch die Alpakas im Zoo Salzburg waren begeistert von ihrem Nadelbaum. Dieser stammte zwar wahrscheinlich nicht mehr von Weihnachten, dafür war es mit März doch ein bisschen spät. Lecker war er aber wohl dennoch 🙂

Nadelbaum zum Fressen für Alpakas.
Frühstückszeit für das Alpaka im Zoo Salzburg. (C) M. Gastegger

Zwerge unter sich

Meine allerliebste Tierart im Zoo war allerding die Zwergmaus. Klein und immer wuselig unterwegs hüpften die nur ca. 5-7 g “leichten” Nager zwischen den Ästchen hin und her. So schnell konnten wir mitunter gar nicht schauen, wie die Zwerge umher rannten. Ihr Greifschwanz hilft ihnen dabei sehr gut.

Eine Zwergmaus bei der Nahrungssuche
Ein emsige kleine Zwergmaus bei der Nahrungsuche.

Was es sonst noch alles im Zoo zu erleben gibt

Für Kinder gibt es einige Spielgelegenheiten, an denen sie sich zwischendurch anderweitig austoben können. Diese Anlagen sind, wie auch der restliche Zoo, sehr gut gepflegt. Für das leibliche Wohl gibt es ein Restaurant, was bei dem schönen Wetter bei unserem Besuch sehr gut besucht war. Es wurde Eis geschleckt, wo man nur hinsah. Auf dem Weg durch den Zoo stehen immer wieder kleine Bänke, auf denen es sich schön ausruhen lässt. Auch für andere Bedürfnisse gibt es in regelmäßigen Abständen Toiletten. Wickelräume sind ebenso vorhanden. Ein Rollstuhl kann bei Bedarf ausgeliehen werden. Wer einmal seinen Geburtstag im Zoo Salzburg feiern möchte, der kann sich die Geburtstagshütte im Afrikabereich mieten.

Zu guter Letzt

Mir hat der Besuch im Zoo Salzburg sehr gut gefallen. Ob man jetzt Zoologische Gärten befürwortet oder nicht, lasse ich einmal offen. Der Zoo selbst investiert aber einiges in Neubau von Volieren und Gehegen, damit es die tierischen Bewohner möglichst gut haben. Es gibt Spielzeuge bei den verschiedenen Affenarten und Futterjagd für die Geparden. Die kostenfreien Parkplätze direkt vor den Eingängen finde ich sehr gut. Auch die Preise für den Eintritt in den Zoo sind sehr angemessen. Uns hat der Aufenthalt im Zoo Salzburg sehr gut gefallen und wenn wir in der Nähe sind, machen wir sicher wieder einen Abstecher dorthin.

Öffnungszeiten und Preise

Januar/Februar 9 – 16:30 Uhr
März 9 – 17:30 Uhr
April/Mai 9 – 18 Uhr
Juni/Juli/August 9 – 18:30 Uhr
September/Oktober 9 – 18 Uhr
November/Dezember 9 – 16:30 Uhr
Die Steinbock Kasse am Seiteneingang hat in den Monaten Januar und Februar nur Samstag/Sonntag zwischen 10:30 – 15:30 Uhr geöffnet und ist bei Schlechtwetter geschlossen

Erwachsene 11,50 Euro (Rabatte sind möglich)
Kinder (4 – 14 Jahre) 5 Euro
Jugendliche (15 – 19 Jahre) 7,50 Euro



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