Pinguin Tom Mitchell

Ein Pinguin fürs Leben

Pinguin Tom Mitchell
Tom Michell – Der Pinguin meines Lebens. Mit freundlicher Genehmigung der fischerverlage.
*(unbezahlte) Werbung

Wie kam es, dass ein Pinguin den Menschen, dessen Leben er berührte, soviel Geborgenheit und innere Ruhe geben konnte?

Juan Salvador Pinguino

Tom Michell ist ein junger Brite Anfang 20. Er strebt nach Abenteuern und macht sich dafür in den 1970iger Jahren auf den Weg nach Argentinien. Dort möchte er als Hilfslehrer an einem College arbeiten. Doch diese Reise soll für ihn viel mehr Abenteuer bereithalten, als er es sich je erträumt hätte. Bei einem Aufenthalt in Uruguay findet er zwischen hunderten leblosen Pinguinen am Strand noch einen Lebenden. Sein Gefieder und Hals ist vom Öl verklebt. Er beschließt ihn mitzunehmen um ihn zu säubern. Was zu Beginn als Tortur für Beide begann, wandelte sich in eine der wunderbarsten Freundschaften, die es zwischen Mensch und Pinguin geben kann. Juan Salvador Pinguino ist nicht nur ein schwimmender Vogel im Wasser, sondern ein treuer Freund, Zuhörer und Weggefährte.

Eine Geschichte über Freundschaft

Tom Michell hat mit „Der Pinguin meines Lebens“ eine sehr gefühlvolle und berührende Geschichte über eine unglaubliche Freundschaft erzählt. Auf 250 Seiten wurde ich in eine ganz andere Welt mitgenommen. In ein Südamerika der 1970iger Jahre. Der Autor erzählt nicht nur über seine Erlebnisse mit Juan Salvado, sondern auch über das Leben damals in Argentinien zur Zeit von Eva und Juan Perón. Er erzählt über die Umstände der Bevölkerung und die unglaubliche Natur in ihrer einzigartigen Unberührtheit, wie sie es heute nicht mehr gibt. Tom Michell ist kein Biologe, somit ist dieses Buch keine Verhaltensstudie und enthält naturgemäß viele Vermenschlichungen über das Verhaltens des Pinguins. Diese mögen zum Teil stimmen, können aber natürlich auch vollkommen falsch gedeutet sein. Aber darum geht es in diesem Buch auch nicht vorrangig. Vielmehr tauchst du als Leser in eine Geschichte über eine Freundschaft ein, die über Artgrenzen hinaus geht und die das Herz berührt.  Der Schreibstil ist sehr persönlich und lässt dich in Tom Michell hineinversetzen. Du kannst seine Gedankengänge nachvollziehen, sowie Freud und Leid erleben.

Das Leben in Südamerika in den 1970iger Jahren

Neben der Beziehung von Tom und seinem Pinguin beleuchtet das Buch auch still am Rande die Missstände in der Bevölkerung damals. ER schildert  den lapidaren Umgang mit der Umwelt, aber auch die besondere Wirkung, die eine Freundschaft zu einem Tier haben kann und was sie auch in anderen Menschen bewirkt. Es fallen immer wieder spanische Begriffe, die Tom Michell im Buch, aber auch in einem Glossar am Ende des Buches erläutert. Dadurch steigt die Authentizität der Erzählung. Ebenso enthält das Buch zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder kleine Zeichnungen über einen Magellan-Pinguin, wie er niedlicher nicht sein könnte.

Fazit

Für mich ist „Der Pinguin meines Lebens“ ein wunderbares Buch über Freundschaft, der Liebe zu Tieren und der Erkenntnis über sich selbst und seinem eigenen Platz im Leben. Es weckt Abenteuerlust und das dringende Bedürfnis einen Pinguin zum Freund zu haben.

Buchinfo:

256 Seiten, Fischer Taschenbuch
ISBN: ISBN: 978-3-596-03602-8
Herausgeber: fischerverlage.de

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