Vogelfutter im Stoffbeutel lagern.

Wie kannst du dein Vogelfutter richtig lagern?

Vogelfutter richtig lagern ist nicht nur im Sommer wichtig. Auch jetzt im Winter ist dies ein wichtiges Thema. Vielerorts sieht man in den letzten Wochen viele Futterstellen für Vögel. Es tummeln sich große und kleine Meisenknödel, Futtersilos oder Fettfutter in Kokosnussschalen. Auch bei mir hängen selbstgebaute Vogelfutterspender mit diversen Futtersorten. Natürlich, als Biologin kommt man nicht drumherum auch seinen Beitrag zu leisten. Meist wird aber nicht alles an Futter auf die Futterhäuschen verteilt, es muss also gelagert werden. Generell gilt: Vogelfutter sollte kühl und trocken gelagert werden. Am Besten unter 15°C. Zudem sollte es in dunkler Umgebung aufbewahrt werden. Diese Bedingungen finden sich oft in Kellerräumen. Wobei du hier allerdings unbedingt auf die Luftfeuchte achten solltest, damit das Futter nicht schimmelt. Eine geringe Luftfeuchte ist auch weiterhin wichtig, damit sich keine Futterschädlinge einnisten. Eine Lagerung auf Dachböden ist nur empfehlenswert, wenn diese keine hohen Temperaturen über 15° C erreichen. Bei starker Sonneneinstrahlung kann dies in Richtung Frühling leicht der Fall sein. Wenn es weder Keller noch Dachboden gibt, kannst du das Vogelfutter natürlich auch an einem möglichst kühlen Ort in der Wohnung lagern. Dabei ist es auch wichtig, worin es gelagert wird.

Lagerung von Vogelfutter
Glas- und Plastikbehälter – unter bestimmten Bedingungen auch ein Möglichkeit für zum Vogelfutter lagern.

In welchen Behältnissen kannst du Vogelfutter lagern?

Da ich selber seit einigen Jahren Vögel füttere, habe ich in dieser Zeit schon einige Behältnisse für das Futter ausprobiert. Nicht immer hat war das Vogelfutter nach ein paar Wochen noch tip-top in Ordnung. Ich habe dir einmal die Methoden der Lagerung aufgelistet, durch die ich mich schon durchprobiert habe im Laufe der Zeit:

  • der Kühlschrank: nur bedingt empfehlenswert
    • kühl und dunkel, aber Sämereien enthalten oft eine Restfeuchte, so dass es zur Schimmelbildung kommen kann
    • zudem kann sich durch die Abkühlung der Luft Feuchtigkeit ablagern, die sich in das Futter zieht
  • in Glasbehältern, Plastik- oder Kaffeedosen: empfehlenswert, aber sie benötigen Wartung
    • sie bieten deinem Futter Schutz vor Milben und anderen Futterschädlingen
    • du solltest sie aber regelmäßig belüften, damit sich keine Feuchtigkeit sammeln kann
  • in der Vakuumverpackung: oft nicht luftdicht genug
    • im Prinzip eine gute Möglichkeit, aber die handelsüblichen Geräte können der Verpackung oft nicht die gesamte Luft entziehen, so dass sich durch Feuchtigkeit in den Sämereien Schimmel bilden kann
  • in der Ursprungsverpackung: nur wenige Tage nutzbar
    • je nach Hersteller sind diese Verpackungen mit kleinen Löchern zur Belüftung versehen – dadurch kann das Futter nicht schimmeln, aber es können Futterschädlinge eintreten
    • du solltest dein Futter nur wenige Tage in dieser Verpackung aufbewahren
  • in Papiertüten: gute Belüftung, aber anfällig für Schädlingsbefall
    • auch diese Lagermethode ist nur bedingt empfehlenswert, da sich u.U. schnell Futterschädlinge einnisten können
    • unter guten Lagerbedingungen allerdings praktikabel
  • in Naturfaser-und Stoffbeuteln: gute Belüftung, Lagerbedingungen sollten passen
    • auch hier gilt, ähnlich wie bei Papiertüten: auf die Lagerbedingungen kommt es an
    • zudem sollten die Beutel frei von Chemikalien (Druckfarben, Waschmittelreste) sein
Stoffbeutel für Vogelfutter
Stoffbeutel – eine Möglichkeit für die richtige Lagerung von Vogelfutter.

Wie lange ist das Vogelfutter haltbar?

Unter guten Bedingungen und in den richtigen Gefäßen kannst du das Futter für Vögel ca. 3- 6 Monate lagern (die Hersteller geben hier unterschiedliche Zeiträume an). Vogelfutter zur Lagerung einfrieren würde ich dir nur bedingt empfehlen, da hierdurch der Nährstoffgehalt im Futter sinken kann. Natürlich kann das Futter auch in der Natur gefrieren, aber dies dauert selten länger als ein paar Tage bis Wochen. Über Monate lässt sich nur Fettfutter gut einfrieren. Dieses kannst du dann mitunter bis zu einem Jahr aufbewahren.

Wenn das Vogelfutter komisch riecht

Riecht beispielsweise das Fettfutter ranzig oder ist übermäßig schmierig, würde ich dir empfehlen es zu entsorgen. Das gilt auch für Samenfuttersorten. Oftmals finden sich kleinere Fädchen oder mitunter auch größere Fadenstrukturen in diesem Futter, was ein Hinweis auf Motten mit ihren Larven ist. Wenn du das befallene Futter entsorgt hast, denke bitte auch daran, dass du das Behältnis mit heißem Wasser ausspülst. Du kannst auch ein biologisches Spülmittel zur gründlicheren Reinigung heranziehen. Spüle aber das Behältnis nach der Reinigung noch einmal mit klarem Wasser aus, um etwaige Spülmittelreste zu entfernen. Im Idealfall empfehle ich dir nur so viel Futter zu kaufen, wie du in kurzer Zeit auch verfüttern kannst. Natürlich locken Hersteller und Händler oft mit Angeboten für Großgebinde oder Stückzahl. Aber davon haben weder du noch die Vogelwelt etwas, wenn das Futter verdirbt. Zudem verliert das Futter bei längerer Lagerung auch an Nährstoffen, was natürlich auch nicht unbedingt Sinn der Sache ist.

Zu guter Letzt

Die oben genannten Möglichkeiten zur Lagerung erheben keine Garantie auf Vollständigkeit, aber ich hoffe, sie helfen dir eine gute Möglichkeit der Lagerung für dein Vogelfutter zu finden. Ich selber nutze Glasbehälter, wie man sie in einschlägig bekannten Einrichtungshäusern findet. Bisher hatte ich damit noch keine Probleme. Da sie regelmäßig geöffnet werden, wenn die hungrigen, gefiederten Stadtbewohner alles vertilgt haben, werden sie auch gleich gelüftet und neu gemischt. Wenn du noch weitere Ideen und Tipps für die richtige Lagerung von Vogelfutter hast, freue ich mich über deinen Kommentar.

Janette

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